Grund- & Kluftwasser

Kluftwassermessstelle

Abbildung 1: fertig installierte Grundwasserbeobachtungsmessstelle

1 Zweckbestimmung

Die Grund- und Kluftwassermessstellen dienen zum Messen von anstehendem Grund- bzw. Kluftwasserhöhen im anstehenden Gebirge.

2 Aufbau und Wirkungsweise der Messstelle

Die Messstellen werden mit Hilfe einer Gesteinsbohrmaschine und einer Bohrkrone (mit Kerngewinn) bzw. im Schlagbohrverfahren (ohne Kerngewinn) abgeteuft. Es werden Durchmesser von 100 bis 200mm, je nach vorgegebenen Ausbau, gebohrt. Nach Vorgabe des Objektgeologen werden die erhaltenen Bohrkerne in Kernkisten gelagert. An Hand der Struktur des Gesteines werden die Ausbaulängen durch den Geologen festgelegt. Es gibt Filterrohr mit unterschiedlichen Schlitzweiten und Schlitzabständen. Sowie Vollwandrohr zum weiteren Ausbau nach oben. Das Vollwand und Filterrohr kann aus unterschiedlichen Materialen bestehen:

Der Innendurchmesser der Rohre kann in folgenden Schritten gewählt werden (abhängig, ob weitere Einbauten erfolgen): DN40 = 1 1/2", DN50=2", DN80=3", DN100=4", DN150=6", DN200=8"

Im Bereich der Filterrohrstrecke wird ein Filterkies mit einer Körnung von 3 bis 6mm eingebaut. Anschließend folgt eine Dichtungsschicht aus Tonpellets. Der obere Abschnitt wird mit Dämmer bzw. Zementsuspension aufgefüllt. Als oberirdischer Abschluss wird ein Schutzrohr aus Stahl verzinkt oder Edelstahl bis ca. 80cm in das Erdreich eingebaut. Eine abschliessbare Brunnenkappe aus Aluminiumguss (Sechskant- bzw. Fünfkantschlüssel) dient als Schutz, um die Messstelle gegen mutwilliges Verfüllen mit Steinen zu schützen.

3 Bedienung

Das Messen der Wasserstände kann auf unterschiedlichste Weise geschehen:

3.1 Lichtlot

Der Brunnenpieper "Mega" gibt ein optisches und akustisches Signal ab, wenn er die Wasseroberfläche erreicht. Die Sonde besitzt einen Durchmesser von 29mm und ist 255mm lang. Das Gewicht beträgt 470 Gramm. Der Brunnenpieper kann an jedes normale Maßband angehangen werden. Der notwendige Austausch der teuren Maßbänder mit Kabeleinlage bei Kabelbruch entfällt. Es kann jedes handelsübliche Maßband aus Stahl, Polyamid oder Edelstahl verwendet werden. Optional kann ein Schutzbeschlag benutzt werden, um den Transport von Messstelle zu Messstelle sowie das eigentliche Messen zu erleichtern.

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Abbildung 2: 503201_001_28_Brunnenpfeife

3.2 Einperlsensor

Für den Einperlsensor wird eine Pneumatikpumpe benötigt. Diese wird je nach Ausbaugröße im Schutzrohr oder außerhalb montiert. Ein, über einen Luftschlauch angeschlossener, Ausperltopf wird über die Pumpe mit Luft versorgt. Ist der angelegte Luftdruck gleich dem Gegendruck der über dem Ausperltopf liegenden Wasserhöhe, wird die Messung des Luftdruckes ausgelöst und gespeichert.

Abbildung 3 Pneumatikpumpe mit Elektronikeinheit

Mit einem Laptop bzw. Handheld kann der Messwertspeicher ausgelesen werden.

3.3 Piezoresistive Druckmesssonde

Die piezoresistive Druckmessonde besitzt eine Widerstandsbrücke. Die gemessene Spannung ist proportional dem anstehenden Wasserdruck. Die Widerstandsbrücke wird entweder mit Konstantspannung oder Strom gespiessen. Für die Kommunikation mit der Aussenwelt kann je nach GSM-Empfang der short-message-service genutzt werden. Eine autarke Datensammlung ist ebenfalls möglich.

autarke Datenerfassung

Abbildung 4 GSM-Modul mit Stummelantenne für Einbau in 2" Rohre

Für weitere Fragen zum Produkt nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Mit Hilfe einer Konfigurationssoftware im Computer werden die Messzyklen beim Einperlsensor bzw. piezoresistiven Druckmesssonde programmiert.

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