Schwimmlotmesssystem
Die Fa. RICHTER Deformationsmesstechnik GmbH und die Fa. PRUY KG übergaben im Januar 2011 erfolgreich ein Schwimmlotmesssystem. Dieses System ist in einer Talsperre im Erzgebirge errichtet worden.
Technische Daten der Messstelle:
- Übergabe der Bohrkerne (101 mm / 67 mm) für weiterführende geologischen Beweissicherung des Untergrund erfolgte an den Auftraggeber
- Endteufe der Bohrung 38 m
- Messstelle verrohrt mit PEHD-Rohr DN 125 (Außendurchmesser über den Muffen 190 mm)
- Zentrischer Ankereinbau
- Verrohrung druckdicht ausgeführt
- Verrohrung wasserfrei übergeben
- geforderter Freiraum (Zylinder) der Lotdrahtfreiheit von 60 mm wurde mit Messungen im Beisein von Vertretern des Auftraggeber nachgewiesen
- tatsächlicher Zylinder des Freiraumes beträgt: 89 mm
- Lotdraht 1 mm Edelstahl (V4a-Qualität)
- Auswechseln des Lotdrahtes bei möglicher Zerstörung durch Spezialgestänge - Einsatz der Ankerbefestigung System Huggenberger AG mit einer Reproduzierbarkeit von 0,05 mm
- Anbau einer eigenentwickelten drehbaren Invar-Codelatte an dem Lotdraht zur Ermittlung der Z-Koordinate mittels Feinnivellement zur Ermittlung von Bewegungen (thermische Drahtausdehnung eingeschlossen) von 0,1 mm
- Schwimmlot - System Huggenberger AG - mit Schwimmergefäß aus durchsichtigen Material (Plexiglas) zur Kontrolle der Lage und der Höhe des Schwimmers
- Mechanisch-optische Koordinatenbestimmung mit Lotmesssystem Typ "Freiberg" zur Ermittlung der Koordinaten X und Y mit einer Reproduzierbarkeit <0,1 mm
- Elektrischen Messwerterfassung, Speicherung, Mittelwertbildung und Registrierung von Alarmzuständen der Koordinaten X, Y und Z mit dem Lotmesssystem VDD2V4 der Huggenberger AG mit einer nachgewiesenen Reproduzierbarkeit <0,05 mm.
Durch technologische Maßnahmen beim Abteufen der Bohrung wurden Abweichungen aus der senkrechten Lage, bedingt durch die unterschiedlichen geologischen Strukturen, sofort erkannt und korrigiert.
Die durch Kernbohrung geschaffene Pilotbohrung wurde letztlich auf einen Durchmesser von 240 mm erweitert, um das vom Projekt geforderte Rohr zu installieren. Und dabei die notwendige zylindrische Lotdrahtfreiheit zu garantieren.
Es erfolgten ein technologisch überwachter und kontrollierter Einbau der Verrohrung und ein schrittweises Verpressen des Ringraumen.
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